Veganen Joghurt selber machen: Leckerer Sojajoghurt

06.03.2024 | Joghurt und Frischkäse, Rezepte | 4 Kommentare

Eigenschaften

vegan | fermentiert | Joghurt

Du willst veganen Joghurt selber machen? Dann empfehle ich dir, mit Sojajoghurt zu beginnen. Der gelingt sicher und kommt ohne Zusatzstoffe aus. Sojajoghurt ist selbst gemacht zudem viel günstiger und schmeckt besser als der gekaufte aus dem Supermarkt. Wir zeigen dir, wie einfach es geht.

Veganen Joghurt selber machen: am besten mit Soja

Veganen Joghurt selber machen ist aus mehreren Gründen eine gute Idee: Selbst gemachter veganer Joghurt ist in der Regel deutlich günstiger als fertiger Joghurt aus dem Supermarkt. Außerdem entscheidest du selbst, welche Zusatzstoffe in deinen Joghurt kommen und welche nicht.

Fertiger Joghurt aus Pflanzenmilch aus dem Supermarkt enthält häufig Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel, Konservierungsmittel, Zucker und Aromen. Dabei ist das in der Regel gar nicht nötig. Vor allem Sojajoghurt kannst du weitgehend ohne Zusatzstoffe herstellen, denn Sojadrink verhält sich bei der Joghurtzubereitung ähnlich wie Kuhmilch und führt zu einem cremigen bis stichfesten Ergebnis – je nachdem wie lang du deinen veganen Joghurt fermentieren lässt.

Wenn du Joghurt aus anderen Milchalternativen herstellen willst, wie z.B. aus Mandelmilch, Kokosmilch oder Cashewmilch, bedarf es des Einsatzes von Verdickungsmitteln wie z.B. Tapiokastärke oder Agar-Agar, damit der vegane Joghurt nicht zu flüssig bleibt.

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Veganen Joghurt selber machen: Zutaten, die du brauchst

Must have: Joghurtkulturen

Der große Vorteil von Sojamilch ist, dass du außer Joghurtkulturen eigentlich keine Zusatzstoffe benötigst. Hier hast du zwei Möglichkeiten: du kannst einen kleinen Becher Natur-Sojajoghurt aus dem Supermarkt kaufen, um deinen Joghurt damit zu „impfen“. Das heißt du mischst etwa 150 ml Sojajoghurt mit einem Liter Sojamilch und lässt die Mischung für etwa 14 Stunden bei 38 Grad im Joghurtbereiter oder an einem anderen warmen Ort fermentieren.

Die zweite Möglichkeit ist gefriergetrocknete Joghurtkulturen zu verwenden. Die mischst du in die Sojamilch, verrührst sie gut und lässt das Ganze ebenfalls für etwa 14 Stunden bei 38 Grad reifen. Aus dem fertigen Joghurt kannst du dir 150 ml in ein sauberes Gefäß füllen und dies als Ansatz zu verwenden, wenn du wieder Sojajoghurt herstellen willst. Diesen Vorgang kannst du bis zu fünfmal wiederholen. Danach solltest du einen neuen Ansatz (entweder gekaufter Joghurt oder gefriergetrocknete Kulturen) machen, weil sich die Mikroorganismen eventuell zu stark verändert haben.

Optional: Inulin

Optional kannst du ein bis zwei Esslöffel Inulin in deinen Joghurt geben. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Ballaststoff, der z.B. in Chicorée vorkommt. Inulin wirkt zum einen als natürliches Präbiotikum und stellt damit ein gutes Futter für die gesunden Darmbakterien dar, zum anderen bewirkt es, dass dein Joghurt schön cremig wird. Hier kannst du einfach ein bisschen experimentieren. Wenn dir der Joghurt zu flüssig ist, gib etwas Inulin hinein.

Andere Zutaten sind für die Herstellung von Sojajoghurt nicht notwendig.

Der Sojadrink

Last but not least müssen wir noch über die wichtigste Zutat sprechen, wenn du veganen Joghurt selber machen willst, nämlich den Sojadrink. Achte darauf, dass der Sojadrink keinen zugesetzten Zucker enthält. Wir verwenden gern den Soja Drink Natur von dm Bio, dieser hat 38 kcal, 1,9 g Fett, 1,8 g Kohlenhydrate (davon 0,7 g Zucker, der natürlich im Soja vorkommt) sowie 3,2 g Eiweiß. Alle Angaben beziehen sich auf 100 g. 

Mit diesen Nährwerten gelingt der Sojajoghurt gut, du kannst sie als Richtwert benutzen. 

Veganen Joghurt selber machen: Unser Sojajoghurt fertig angerichtet

Veganen Joghurt selber machen: Sojajoghurt mit Beeren

Braucht man einen Joghurtbereiter?

Wir verwenden für die Herstellung unseres Joghurts seit einiger Zeit den Rommelsbacher Joghurtbereiter JG 80 Jona, diesen haben wir ausführlich getestet und auch einen eigenen Beitrag darüber geschrieben.

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Wenn du an einem Joghurtbereiter interessiert bist, schau gern unseren Erfahrungsbericht zum Rommelsbacher JG 80 Jona oder auch unseren Ratgeber-Artikel zu Joghurtbereitern an!

Der Joghurtbereiter sorgt für eine gleichbleibende Temperatur bei einem niedrigen Energieverbrauch und du hast gleich die passenden Joghurtgefäße mitgeliefert. Insofern ist ein eigener Joghurtbereiter schon praktisch.

Wenn du keinen Joghurtbereiter besitzt, kannst du es so versuchen: Bringe die Sojamilch auf eine Temperatur von etwa 40 Grad. Hierzu empfehle ich dir den Einsatz eines Küchenthermometers, denn wenn die Milch zu heiß ist, kann es sein, dass die Joghurtkultur kaputt geht. Über 45 Grad degenerieren die Milchsäurebakterien.

Nun muss der Joghurt an einen warmen Ort gestellt werden, wo er ungefähr die Temperatur von 38 Grad hält. Dies kann die Fensterbank über einem Heizkörper sein, ich habe auch schon mal Gärgefäße auf die Lüftungsschlitze des Kühlschranks gestellt. Im Internet habe ich auch schon davon gelesen, dass Leute den Joghurtansatz auf eine Wärmflasche gestellt und in Decken eingepackt haben.

Eine weitere Möglichkeit ist außerdem, den Backofen auf 40 Grad zu bringen und das Joghurtgefäß dort hineinzustellen. Meist reicht es bereits aus, die Lampe im Backofen brennen zu lassen und die Tür geschlossen zu halten, damit die Temperatur konstant bleibt. Allerdings ist die Fermentationsdauer mit 10 bis 14 Stunden schon recht lang, hier muss gerade beim Reifen im Backofen gut kontrolliert und ggf. nachgesteuert werden.

Auf eine Sache solltest du unbedingt achten: Das Gefäß, in dem der Joghurt reift, sollte nach Möglichkeit nicht so viel bewegt werden, um die Fermentation nicht zu stören.

Was du definitiv benötigst, sind geeignete Gefäße, in denen dein selbst gemachter Sojajoghurt reifen kann. Hier eignen sich alle Gläser, die man sterilisieren und gut verschließen kann, wie z.B. Bügelgläser oder Marmeladengläser.

Sind Milchsäurebakterien eigentlich vegan?

Die für die Joghurtherstellung nötigen Kulturen sind Milchsäurebakterien. Diese sind in ähnlicher Form z.B. auch bei der Fermentation von Obst und Gemüse am Start. Nun klingt das Wort Milchsäure ja erstmal nicht sehr vegan. Und tatsächlich wurden Milchsäurebakterien vor mehr als 200 Jahren zum erstem Mal in Kuhmilch gefunden und daher so benannt.

Milchsäure entsteht, wenn die Stärke in Lebensmitteln fermentiert, d.h. milchsauer vergoren wird. Das ist der Fall, wenn man z.B. Tomaten in Salzlake fermentiert oder einen Sauerteig ansetzt. Hier braucht es nichts, was tierischen Ursprungs ist. Achte einfach darauf, dass die Joghurtkulturen, die du kaufst, vegan sind oder nimm einen Natur-Sojajoghurt zum Impfen und du bist auf der sicheren Seite.

Sojajoghurt selbst gemacht: Was ist mit den Nährwerten?

Ähnlich wie bei unseren Rezepten zum Fermentieren von Obst und Gemüse können wir dir leider keine exakten Nährwerte liefern, schließlich haben wir zuhause kein Labor um diese zu ermitteln. Einen Anhaltspunkt können die Nährwerte des verwendeten Produkts liefern. Also schau dir z.B. die Nährwerte auf der Sojadrink-Packung an oder vergleiche mit einem Natur-Sojajoghurt aus dem Supermarkt, wenn du veganen Joghurt selber machen willst.

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Rezept

Veganen Joghurt selber machen: Unser Sojajoghurt fertig angerichtet

Sojajoghurt selbst gemacht

Sojajoghurt selber machen ist kinderleicht. In diesem Rezept zeige ich dir, wie es mit Joghurtbereiter geht.
Ø 5 (von 2 Bewertungen) (Anklicken zum Bewerten!)
Zubereitungszeit 10 Minuten
Fermentationsdauer 13 Stunden
Gesamtzeit 13 Stunden 10 Minuten
Art Joghurt
Eigenschaften fermentiert, proteinreich, vegan
Portionen 1 Liter
Kalorien 44 kcal

Kochutensilien

Zutaten
  

Zubereitung
 

  • Gib 2 EL Inulin in den Behälter deines Joghurtbereiters.
  • Gieße etwas Sojadrink an und rühre alles glatt.
  • Gib dann den restlichen Sojadrink hinzu und verrühre alles.
  • Füge nun die Joghurtkulturen oder den Natur-Sojajoghurt hinzu und rühre nochmals.
  • Setze den Deckel darauf und programmiere deinen Joghurtbereiter auf 14 Stunden bei 38 ℃.
  • Nimm nach Beendigung des Programms den Joghurtbehälter heraus und stelle ihn für 4-5 Stunden in den Kühlschrank.
  • Danach ist er verzehrfertig und hält sich etwa 7 Tage.

Nährwerte

Serving: 100 gCalories: 44 kcalCarbohydrates: 2.1 gProtein: 3.8 gFat: 2.1 gSodium: 64 mgFiber: 0.9 g
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