Koreanischer Karottensalat – Morkovcha mit heißem Zwiebelöl

Salate, Rezepte | 4 Kommentare

Koreanischer Karottensalat: frischer Knoblauch, Zwiebelöl, Chili und Koriander machen ihn zu einem ganz besonderen Salat, der noch besser wird, wenn er eine Nacht im Kühlschrank zieht.

Koreanischer Karottensalat statt Kuchen 

Anfang Juni wurde Kakao & Karotte 3 Jahre alt. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht und wieviel in dieser Zeit hier entstanden ist. Feierten wir den ersten Geburtstag noch mit einem leckeren Blaubeerkuchen, dachten wir, das wir als Referenz zum Blognamen mal was mit Karotte machen. Und da koreanischer Karottensalat aktuell einer unserer liebsten Salate ist, fiel unsere Wahl darauf. Wie du ihn zubereitest und warum er eigentlich gar nicht aus Korea stammt, erzählen wir dir im Verlauf des Beitrags.

Jetzt wollen wir aber erstmal Danke sagen, dass du, liebe:r Leser:in uns seit drei Jahren die Treue hältst. Wir freuen uns sehr, dass mittlerweile über 300.000 Besucher im Jahr zu uns finden. Kakao & Karotte ist und bleibt ein Herzensprojekt für uns und wir hoffen, dass auch in Zeiten von KI Menschen immer noch von anderen Menschen verfasste Texte lesen und echte Fotos sehen möchten. 

Koreanischer Karottensalat mit Frühlingszwiebeln und Sesam
Koreanischer Karottensalat mit Frühlingszwiebeln und Sesam

Raffiniert anders: Koreanischer Karottensalat

Koreanischer Karottensalat mit sowjetischem Ursprung

Anders als der Name vermuten lässt, ist koreanischer Karottensalat eigentlich ein Gericht aus der ehemaligen Sowjetunion. Koreanische Einwanderer haben ihre Einlegetechnik einfach an die verfügbaren Zutaten angepasst. Was damals vorherrschend war, waren Karotten. Sie haben sie mit Knoblauch, Chili und Koriander gewürzt und mit heißem Zwiebelöl übergossen, anschließend haben sie den Salat für mehrere Stunden ruhen lassen.

Der Karottensalat ist daher auch unter dem Namen Morkovcha (oder Morkowtscha) bekannt, was sich von dem russischen Wort morkov (= Möhre) ableitet.

So gelingt Koreanischer Karottensalat

Der Koreanische Karottensalat macht etwas Mühe, aber ich finde, das lohnt sich. Wichtig ist, dass die Karotten in Juliennestreifen geschnitten werden. Das geht am besten mit einem Julienne-Sparschäler oder einer Julienne Reibe. Dann werden die Karottenstreifen mit ordentlich Salz und Zucker vermischt und für mindestens 15 Minuten stehen gelassen. Die Salz-Zucker-Mischung entzieht den Karottenstreifen Wasser und macht sie etwas mürber. Dieses Wasser wird ausgedrückt und weggeschüttet.

Die Karottenstreifen werden nun in eine hitzebeständige Schüssel gegeben. Den gepressten Knoblauch, Koriander und das Gochugaru verteilst du gleichmäßig über den Karottenstreifen, rührst aber noch nicht um.

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In der Zwischenzeit wird das Zwiebelöl zubereitet. Dazu erhitzt du Pflanzenöl in einer Pfanne und gibst, wenn das Öl richtig heiß ist, in Streifen geschnittene Zwiebel hinein. Wenn die Zwiebel goldbraun gebraten ist, nimmst du sie heraus, stellst sie zur Seite und gießt das noch heiße Zwiebelöl über die Gewürze auf dem Karottensalat. Das soll richtig schön zischen.

Dann erst wird der Karottensalat umgerührt und mit Sesamöl und Reisessig abgeschmeckt. Zum Schluss kommt noch etwas Sesamsaat darüber. Dann darf der Koreanische Karottensalat im Kühlschrank schön durchziehen. Er schmeckt zwar vorher schon, aber wird umso aromatischer, je länger er zieht.

Vor dem Servieren kannst du ihn, wenn du magst noch mit frischer Frühlingszwiebel garnieren. 

Die Nährwerte

Die Nährwerte beziehen sich auf ein Viertel des Rezepts. Eine Portion hat demnach 167 kcal.  Wie die Makronährstoffe sich prozentual verteilen, kannst du in unserem Balkendiagramm sehen. Die absoluten Werte sehen für eine Portion wie folgt aus:  10,05 g Fett, 17,95 g Kohlenhydrate und 2,51 g Eiweiß. Außerdem nimmst du 5,1 g Ballaststoffe zu dir. 

 

Energie pro Portion:     167 kcal

Verteilung der Makronährstoffe in Prozent:
  • Fett 33% 33%
  • Kohlenhydrate 59% 59%
  • Eiweiß 8% 8%
Koreanischer Karottensalat

Rezept

Koreanischer Karottensalat mit Frühlingszwiebeln und Sesam

Koreanischer Karottensalat

Sehr würziger und aromatischer Salat, der besser wird, je länger er zieht.
Ø 5 (von 2 Bewertungen) (Sterne anklicken zum Bewerten!)
Zubereitung 30 Minuten
Ziehen lassen (optional) 12 Stunden
Art Salat
Eigenschaften vegan
Portionen 4 Portionen
Kalorien 167 kcal

Zutaten
  

  • 600 g Karotten
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 2 TL Reisessig
  • 4 Knoblauchzehen gepresst
  • 2 TL Gochugaru
  • 1 TL Koriander gemahlen (alternativ Piment)
  • etwas schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Sesamöl
  • 2 TL Sesamsaat
  • 3 EL neutrales Pflanzenöl
  • 3 Frühlingszwiebeln

Zubereitung
 

Den Salat vorbereiten

  • Die Karotten in feine Juliennescheiben schneiden oder raspeln. In einer Schüssel mit dem Salz und Zucker vermengen und für etwa 15 min stehen und ziehen lassen.
  • Die Karotten mit den Händen ausdrücken und das Wasser, das beim Ziehen entstanden ist, abgießen.
  • Die Karotten in eine hitzebeständige Schüssel geben. Den gepressten Knoblauch, das Gochugaru und den Koriander gleichmäßig darüber geben und noch nicht umrühren.

Das Zwiebelöl zubereiten

  • Die Zwiebel in feine Streifen schneiden.
  • Das Pflanzenöl in eine Pfanne geben und richtig heiß werden lassen.
  • Die Zwiebel hinzufügen und goldbraun anrösten. Die Zwiebel herausnehmen und zur Seite stellen.

Fertigstellung

  • Das heiße Öl sofort über den Salat geben. Es darf dabei ruhig zischen.
  • Sesamöl und Reisessig darüber geben und alles gut durchmischen.
  • Mit Sesamsaat und Frühlingszwiebeln (ggf. auch die Röstzwiebeln) toppen und im Kühlschrank ziehen lassen.

Nährwerte

Serving: 1 PortionCalories: 167 kcalCarbohydrates: 17,95 gProtein: 2,51 gFat: 10,05 gSodium: 816 mgFiber: 5,1 gSugar: 8,24 g
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Dieser Beitrag wurde am 22. Juni 2026 veröffentlicht oder aktualisiert.