Radieschenblätter Pesto – ein köstliches Zero Waste Rezept
Radieschenblätter sind viel zu schade zum Wegwerfen, sie sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie du ganz leicht ein leckeres Radieschenblätter Pesto machen kannst.
From Leaf to Root: Zero Waste
Radieschen liebe ich schon von Kindesbeinen an. Es war das erste Gemüse, das ich in meinem eigenen kleinen Gartenabschnitt im Garten meiner Eltern gezogen habe. Kein Wunder, die gehen ja auch schnell an und können nach wenigen Wochen geerntet werden.
Als ich neulich Radieschen fermentiert habe, kam ich auf die Idee, mal zu schauen, was ich mit den vielen Radieschenblättern so anstellen kann, denn irgendwo hatte ich gelesen, dass die zum einen essbar und zum anderen auch wirklich lecker und gesund sind. Leaf-to-root nennt man diesen Trend, quasi als vegetarisches Pendant zu Nose-to-tail in der Metzgerei. Vom Radieschen kann einfach alles verwertet werden.
Ein bisschen achtgeben sollte man aber schon. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät dazu, nur Bio-Produkte oder selbstgezogenes Gemüse hierfür zu verwenden, denn an den Blättern von Möhren, Radieschen & Co. fanden Forscher in Laboranalysen deutlich mehr Pestizidrückstände als an der Wurzel selbst.
Über Radieschenblätter
Aber wie schmecken denn Radieschenblätter? Und ist das überhaupt gesund? Zeit für ein paar Informationen über das Radieschengrün.
Was ich tatsächlich noch nicht wusste, ist, dass Radieschenblätter noch viel gesünder und nährstoffreicher sind als Radieschenwurzeln. Wie schade, dass sie meist einfach weggeworfen werden. Radieschenblätter sind reich an Eisen, Phosphor, Folsäure, Kalzium und Vitamin C, sie enthalten außerdem Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme und Alkaloide.
Radieschenblätter schmecken leicht scharf, aber weniger scharf als die Knollen selbst. Dafür sind sie etwas würziger. Wenn du ganz junge frische Radieschenblätter hast, kannst du sie auch einfach ähnlich wie Rucolablätter in Salaten verwenden.
Radieschenblätter Pesto: So gehts
Wir lieben es, wenn man mit ein paar ganz einfachen Schritten etwas Besonderes machen kann. So ist das auch hier: das Aufwändigste ist es, die Radieschenblätter zu putzen und dann geht es ganz fix.
Nimm am besten frische, knackige und zarte Blättchen. Alles was gelb geworden ist, muss weg. Die Radieschenblätter werden gewaschen und zum Abtropfen zur Seite gestellt. Was du auch gut ergänzen könntest, sind Radieschensprossen, die geben dem Pesto eine extra scharfe Note.
Ähnlich wie beim klassischen Basilikumpesto habe ich mich für Pinienkerne entschieden, die werden geröstet, bis sie duften und kommen dann auch in den Mixer. Du kannst aber auch Sonnenblumenkerne oder Nüsse deiner Wahl verwenden. Natürlich kommt noch eine ordentliche Portion Knoblauch ans Pesto, einfach pellen und ebenfalls ab in den Multizerkleinerer.
Wenn du magst, könntest auch noch etwas Parmesan oder Montello (die vegetarische Variante des Parmesans, die wir mittlerweile bevorzugen) ins Pesto geben. Wir haben uns für unser Rezept aber für die vegane Variante entschieden, die ist nämlich schon superlecker und braucht nicht noch Käse.
Das Ganze mit einem guten Olivenöl aufgießen und mixen. Im Kühlschrank hält es sich 1-2 Wochen, wenn du es nicht vorher schon aufgegessen hast.
Wozu passt das Radieschenblätter Pesto?
Bei Pesto denkt man ja oft zuerst an Pasta und das schmeckt auch richtig lecker. Unser Favorit ist aber das Radieschenblätter Pesto einfach zu Vollkornbrot zu essen. Als Topping kannst du noch ein paar gehackte Radieschen oder Radieschensprossen darauf geben.
Was auch gut funktioniert ist, einen Teelöffel davon als Würzmittel unter Kräuterquark oder Frischkäse zu rühren.
Radieschenblätter Pesto passt super zu Vollkornbrot
Radieschenblätter Pesto: Nährwerte und Kalorien
Da ich nicht weiß, was du mit diesem köstlichen Pesto vorhast, gebe ich dir die Nährwerte für 25 g. Das entspricht einer Portion für Pasta, aber auch einem gut bestrichenen Brot. 25 g Radieschenblätter Pesto haben 107 kcal. Die Nährwerte verteilen sich wie folgt: 1,6 g Kohlenhydrate (davon 0,29 g Zucker), 11,2 g Fett und 0,9 g Protein. Die prozentuale Verteilung der Makronährstoffe siehst du in dem Balkendiagramm unten.
Rezept
Radieschenblätter Pesto
Das brauchst du
- 1 Mulitzerkleinerer
Zutaten
- 60 g Radieschenblätter
- 60 g Oliven-Öl
- 1 Bio-Zitrone
- 30 g Pinienkerne oder Sonnenblumenkerne
- 2-3 Knoblauchzehen
- etwas Salz
Zubereitung
- Putze die Radieschenblätter, sortiere welke, verunreinigte und matschige Blätter aus und wasche die Blätter gründlich unter fließendem Wasser.
- Gib die Radieschenblätter in den Multizerkleinerer.
- Röste die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne etwas an, bis sie zu duften beginnen. Lass sie kurz abkühlen.
- Pelle die Knoblauchzehen und gib sie ebenfalls in den Mixer.
- Reibe etwas Zitronenschale ab, halbiere die Zitrone und presse eine Hälfte aus.
- Gib die Pinienkerne, Knoblauchzehen, Zitronenabrieb und Zitronensaft zu den Radieschenblättern in den Mixer.
- Fülle mit 60 ml Olivenöl auf und mixe alles bis zur gewünschten Konsistenz.
- Fülle das Pesto in ein sauberes Glas und bewahre es im Kühlschrank auf.
Nährwerte

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Hallo!
Radieschenblätter Pesto, optisch 1A. Da wäre ich in meinem Haushalt, der Einzige, der dies Essen würde. Ich denke, das kann einen Versuch wert sein, danke.
Hallo Frank, probier es doch mal aus. Vielleicht überzeugst du die anderen im Haus ja doch noch. Liebe Grüße, Kerstin
Danke für das tolle Rezept! Habe noch keine Radieschen gesät – aber jetzt Appetit auf das Pesto. Sehr gute Idee, die Blätter zu verwenden 🙂
Hallo Caro, danke für deinen Kommentar. Wir haben auch noch keine gesät, das Tütchen mit den Radieschensamen liegt aber schon bereit. Gutes Gelingen mit dem Pesto!